
SDS – Spatial Digital Souvereignity
Digitale Infrastrukturen wie Rechenzentren, Server und Cloud-Netzwerke bilden das Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie sind die Grundlage für wirtschaftliche Prozesse, öffentliche Verwaltung und den Alltag – und damit zentral für die digitale Souveränität Europas.
Gleichzeitig entstehen diese Infrastrukturen nicht im luftleeren Raum: Sie materialisieren sich in konkreten Orten, Landschaften und Regionen. Die aktuelle Entwicklung folgt meist Marktlogiken, die zu neuen Clustern, hohen Energiebedarfen und infrastrukturellen Abhängigkeiten führen – meist ohne europäisch-übergeordnete räumliche Strategie.
Das Projekt SDS setzt genau hier an und versteht digitale Souveränität als räumliche Gestaltungsaufgabe. Ziel ist es, die territoriale Dimension digitaler Infrastrukturen sichtbar zu machen und Ansätze für eine koordinierte, resiliente und zukunftsfähige Entwicklung in Europa zu entwickeln.
Im Fokus steht dabei nicht das einzelne Gebäude, sondern das Zusammenspiel von Infrastruktur, Energie, Landschaft und Gesellschaft. Digitale Systeme werden als Teil räumlicher Strukturen gedacht – mit direkten Auswirkungen auf Regionen, Städte und ihre Entwicklung.
SDS verbindet Forschung, räumliche Analyse und strategisches Denken und zeigt, wie digitale Infrastrukturen nicht nur digital, sondern auch räumlich aktiv gestaltet werden können – als Grundlage für eine souveräne, resiliente und nachhaltige europäische Zukunft.
Räumliche Dimension sichtbar machen
Digitale Infrastrukturen werden als Teil des physischen Raums verstanden. Ihre Standorte, Netzwerke und Verteilungen prägen Regionen und schaffen neue territoriale Strukturen.
Abhänigkeiten & Resilienz
Die aktuelle Entwicklung führt zu räumlichen Konzentrationen und neuen Abhängigkeiten – etwa bei Energie, Klima oder geopolitischen Einflüssen. Diese werden analysiert und in Hinblick auf Resilienz neu gedacht.
Strategien für Europa
Digitale Souveränität wird als Aufgabe der Raumplanung verstanden. Das Projekt entwickelt räumliche Modelle und Strategien für eine koordinierte Entwicklung digitaler Infrastrukturen auf europäischer Ebene.
Infrastruktur als Gestaltungsthema
Digitale Systeme werden nicht nur technisch, sondern auch räumlich und gesellschaftlich gestaltet. So entstehen neue Perspektiven für Regionen, Städte und ihre langfristige Entwicklung.
